Nordindischer Bio Reis

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Ein intensiver Duft liegt über den Reisfeldern. Blumig, würzig, leicht erdig. Man kann ihn förmlich schmecken in der warmen, feuchten Luft. Es ist das typische Basmati-Aroma, das von den kürzlich gesetzten Reispflanzen verströmt wird. Hinter dem weitem Grün der Felder erstrecken sich die Ausläufer des Himalaya Gebirges.  Wir sind in einem kleinen Dorf in der Nähe der Stadt Betalghat, etwa 350 km nördlich von Delhi. Dort am Fuße des Himalaya, wo das mineralstoffreiche Wasser der Gebirgsflüsse den Boden zu einem der fruchtbarsten des Landes macht, bauen Kleinbauernfamilien seit Generationen Reis an. Auch wenn die meisten weniger als einen Hektar Land besitzen, so sind sie doch voller Stolz für dieses Stückchen Erde. Sie bewirtschaften ihre Felder zum Großteil noch in Handarbeit.  


Das Dorf gehört zu einer von fünf Regionen (Bethalgad, Ramnagar, Kotabagh, Bahraich, Bhinga) mit denen unser Partner, die Reismühle Brunnen, in einem ambitionierten Projekt zusammenarbeitet. Ziel des Projektes ist es, die Beschaffung von gesundem Bio Reis langfristig zu sichern und dabei gleichzeitig die Lebensbedingungen der Kleinbauern zu verbessern sowie die ursprünglichen Strukturen zu erhalten.


Wichtigster Ansprechpartner der Bauern vor Ort ist Kadam Singh. Als ausgebildeter Agraringenieur berät er sie in allen Fragen rund um Kompostarbeit, Pflanzengesundheit und Wassermanagement. Voller Begeisterung und mit unerschöpflicher Energie erklärt er z.b. die Funktionsweise von Leguminosen und ihre Bedeutung für die Bodenfruchtbarkeit. 


Während das Pflügen und die Bodenbearbeitung Männersache ist, sind die Frauen für die Pflanzung und Unkrautjäten verantwortlich. Die Arbeit geschieht meist gemeinschaftlich, man hilft sich gegenseitig. An einem Tag ist das eigene Feld an der Reihe, am nächsten das des Nachbarn. Wir sind beeindruckt, mit welcher Anmut sich die in ihren farbenfrohen Saris gekleideten Frauen zwischen den Pflanzenreihen bewegen. Geschickt entfernen sie die für unsere Augen kaum von den Reispflanzen zu unterscheidenden Gräser und sammeln es in Bündeln zur späteren Verwertung als Tierfutter.


Etwa 150 Tage braucht eine Reispflanze vom Zeitpunkt der Pflanzung bis zur Ernte. Sie beginnt Mitte/Ende Oktober. Die Pflanzen werden geschnitten, getrocknet und dann gedroschen. Der so gewonnene Reis geht dann zur Weiterverarbeitung an die Mühle.


Neben der Umstellung auf Bio, ist die Zusammenarbeit mit Fairtrade ein wichtiger Aspekt zur Verbesserung der Lebensbedingungen der Bauern. Zusätzlich zur Bio-Prämie erhalten sie auf ihre Erntemenge eine Fairtrade-Prämie. Diese kommt der gesamten Kooperative zugute und wird für landwirtschaftliche Investitionen oder allgemeine Projekte in den einzelnen Dörfern verwendet. Die Fairtrade-Richtlinien schreiben zudem vor, dass Frauen genauso in den Entscheidungsprozess eingebunden werden. Eine weitere Errungenschaft ist der Einsatz von Biogas-Kochern.


Es sind diese vielen kleinen Veränderungen, die in der Summe einen echten Gewinn für die Menschen bedeuten. Zum einen in Form von höheren Erträgen und damit höheren Einkommen. Zum anderen erlangen sie wertvolle Kompetenzen, die wiederrum ein Stück mehr Autonomie bedeuteten. Die Strahlkraft des Projektes ist groß. Inzwischen nehmen mehr als 4000 Kleinbauern teil und die Zahl derer, die ihrem Beispiel folgen wollen wächst stetig. Neben den sozialen Effekten sind es insbesonders aber die ökologischen Methoden, die sich positiv auf die Böden, das Wasser und damit verbunden die Qualität des Reises auswirken.  Wir sind von der Qualität des Reises überzeugt und freuen uns ein solches Leuchtturm-Projekt unterstützen zu können. 


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