Voralpen Strohschwein

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Um 9.00 Uhr treffen wir vor dem Hof der Familie Preßl in Regau ein. Unsere erste Station an diesem Tag. Kalt ist es und es regnet leicht. Aber dieses ungute Gefühl ist sofort weg, als wir von Johanna und Alexander Preßl in die warme Stube gebeten werden. Bei Kaffee und Kuchen erzählen sie uns von ihrem Betrieb.  


34 ha gehören zum Hof, teils Acker, teils Wiesen und Wald. Es sind immer schon Schweine am Hof gewesen, früher aber auch noch Kühe. Alexander hat eigentlich den Beruf des Fliesenlegers gelernt und hat erst durch Johanna die Liebe zur Landwirtschaft entdeckt. Die letzten vier Jahre haben sie dann den Stall renoviert und den Hauptbetrieb auf Schweine umgestellt. Der 19-jährige Junior Bernhard war schon beim Umbau mit eingebunden und hat auch starkes Interesse am Hof.  


Die Familie Preßl betreibt einen geschlossenen Betrieb, das heißt es werden keine Ferkel zugekauft. Zwei bis drei mal im Jahr kommen am Hof Ferkel zur Welt, insgesamt ca. 25 im Jahr. Vier Wochen können die Kleinen bei der Mutter bleiben und umgeben von Wärme-Lampen ihre ersten Schritte machen. Dann wechseln sie in den Aufzucht-Stall bis sie ca. 30 kg haben.  


Ab dann dürfen Sie zu den anderen Schweinen in den Stall mit Stroh, was ihnen zum Spielen und Wohlfühlen dient. Diese Haltung mit Stroh ist viel besser für die Tiere aber eher selten, denn der Aufwand für die Bauern ist größer. Die klassische Haltung von Schweinen ist auf Beton mit Spalten. 23-25 Grad hat es durchschnittlich im Stall, denn die Schweine mögen es wohlig warm. Im Sommer ist es schon eine Herausforderung unter 27 Grad zu bleiben, aber mit zwei großen Ventilatoren war das bisher bei Familie Preßl kein Problem.


Als wir den Stall betreten sind gleich viele Augen auf uns gerichtet und die Schweine kommen aufgeregt zu uns. „A Sau is hoit wos neugierigs“ sagt Alexander lächelnd. Der Innenbereich, genügen Auslauf mit Überdachung und ausreichend Stroh - damit fühlen sich die Schweine hier einfach „Sau wohl“.  


Für den zweiten Betrieb machen wir uns auf nach Mehrnbach. Dort besuchen wir Helga Grünseis. Den Stall von Helga nennt man Außenklima-Stall, daher ist keine (Zwangs-) Belüftung notwendig. 208 Tiere sind insgesamt im Stall. In einer Box befinden sich 13 Tiere, somit haben sie optimal Platz. Und auch ein abtrennbarer Schlafbereich ist eingebaut. So können sich die Tiere auch zurückziehen, wenn sie das wollen. Ferkel kauft Helga zu. Futter und Stroh kommen zu 100% direkt von 25 ha Landwirtschaft rund um den Hof. 


Während wir im Stall sind fällt uns auf, dass die Tiere sehr entspannt sind. Wir haben das Gefühl, das liegt auch stark an der entspannten Landwirtin selbst. Aber neugierig sind die Schweine auch hier. Vor allem als sie frisches Stroh bekommen schauen sie Helga genau zu.  


Hier treffen wir auch auf DI DR. Johann Schlederer, Geschäftsführer der Österreichischen Schweinebörse. Er erzählt uns gleich am Beginn unseres Gespräches, dass ihm das Tierwohl ganz besonders wichtig ist. Es muss den Tieren gut geht, von der Abholung bis zur Schlachtung sollen sie keinen Stress haben. Und das merkt man dann auch an der Fleischqualität. „Das ist die große Kunst, aber das könnt‘s dann beim Großfurtner alles sehen wenn wir da sind“ sagt Schlederer.  


10.000 Schweine werden pro Woche bei dem Schlacht- und Zerlegebetrieb Großfurtner in St. Martin geschlachtet und alles davon wird verwendet, also „from nose to tail“. Durch einen einzigartigen Prozess in der Biogasanlage gelang es ihnen als erstes Unternehmen weltweit die Schlachtabfälle vor Ort energetisch und stofflich zu verwerten. Dadurch kann der Betrieb sich nahezu autark mit Energie versorgen sowie einen großen Beitrag zur Absenkung von klimarelevanten Treibhausgasen leisten.   


350 Mitarbeiter sorgen dafür, dass alles nach Plan läuft, es den Tieren gut geht und das Fleisch bestmöglich verwertet wird. Als wir durch die Produktion gehen sind wir erstaunt, wie schnell die Zerlegung getan ist. Jeder Handgriff sitzt und die einzelnen Fleischstücke sind für Kunden von Europa bis Asien bereit. 


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