Bio Junghahn

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Die Transgourmet Vonatur Bio-Junghähne sind keine herkömmlichen Masthähne, sondern die Brudertiere von Bio-Legehennen. Ihr Fleisch ist von dichter Struktur und geschmacklich intensiver. Es erinnert an früher.Der augenscheinlichste Unterschied zwischen einem Junghahn und einem herkömmlichen Hähnchen ist sicherlich die Größe. Die Junghähne sind um einiges kleiner und schlanker. Statt einem stark ausgeprägten Brustmuskel, verteilt sich bei ihnen das Gewicht auf den ganzen Körper.Weil sie sehr bewegungsfreudig und lebhaft sind, nennt man sie auch „die Sportler unter den Hähnchen “.Das liegt daran, dass die Tiere nicht, wie sonst üblich, von einer ausschließlich auf Mast gezüchteten Fleischrasse abstammen, sondern von einer Legehennen Rasse. Genauer gesagt von der Rasse „Sandy“. Legehennen Rasse bedeutet, dass das Augenmerk in der Zucht auf der Legeleistung der Tiere liegt. Bei „Sandy“ sind das stolze 270 – 280 Eier im Jahr. Was für die Henne Arbeit ist, ist das Glück für den Hahn. Dank der guten Legeleistung und den damit verbundenen Einnahmen ist es möglich, die Mehrausgaben für die Aufzucht der Bruderhähne aufzufangen. Statt die männlichen Küken nach dem Schlüpfen auszusortieren, werden sie nach biologischen Richtlinien in großen Ställen und mit viel Grünauslauf gehalten. Sie wachsen langsamer und leben länger als ein Turbohähnchen. 


Organisiert wird das Projekt von unserem Transgourmet Vonatur-Partner der Eiermacher GmbH. Geschäftsführer Manfred Söllrad erzählt uns, dass ihm das Thema schon lange ein Anliegen ist. Anfangs haben sie verschiedene Ansätze probiert. Wie z.B. die gemeinsame Aufzucht von Henne und Hahn einer alten Zweinutzungsrasse. Letztlich hat man sich aber für die „Sandy“ entschieden. Ein Weg, der sich für Legehennen- wie Junghahn-Halter rechnet. Im Frühjahr 2015 wurden die ersten Elterntiere eingestellt und mit der Nachzucht der Küken begonnen. Parallel nach Partnerbetrieben für die Aufzucht der Junghähne gesucht und Ende 2015 dann der erste Stall mit männlichen Sandy-Küken bezogen. 


Ein Betrieb der ersten Stunde ist der Prenningerhof von Stefan Edlinger in Schlierbach, Oberösterreich. Er ist Biobauer aus Überzeugung, das Wohl der Tiere steht für ihn im Vordergrund. Stefan Edlinger war es, bei dem die ersten Versuche für eine Zweinutzung durchgeführt wurden. Bei ihm wurde ebenfalls die erste „Sandy“ Herde eingestallt.Vor den Junghähnen hatte er normale Bio-Masthähne. Der Stall konnte so übernommen werden. Er musste lediglich höhere Sitzstangen anbringen, da die Junghähne aufgrund des leichteren Gewichtes höher fliegen können.Auch wenn die Tiere insgesamt ein wenig betreuungsintensiver, weil aktiver sind, so steht er doch voll hinter dem Projekt. Er ist froh, dass es nun eine Alternative für die Brudertiere der Legehennen gibt.   


Im letzten Jahr sind zahlreiche Junghahn-Mäster dazugekommen. Einer der Betriebe gehört Claudia und Reinhard Irxenmayer im niederösterreichischen Aschbach-Markt. Mit Unterstützung der Eiermacher GmbH haben sie Anfang 2016 auf die Junghähne umgestellt. Vier Ställe mit je 4.800 Tieren.  Bei unserem Besuch wurde in einem der Ställe gerade eine neue Herde aufgenommen, die Küken sind erst zwei Tage alt. Noch sind sie Menschen nicht gewöhnt und stieben auseinander als wir in den Stall treten. Bei molligen 32 Grad piepst und wuselt es überall. Zu Beginn ist es im Stall tropisch warm, jeden Tag wird dann die Temperatur um ein Grad verringert bis die Tiere ab der vierten Woche auch in den überdachten Winterauslauf können. Ab der sechsten Woche haben sie zusätzlich ständigen Zugang zur Wiese vor dem Stall.  


Reinhard nimmt eines der Küken behutsam auf die Hand und erklärt uns woran man eigentlich ein männliches Küken erkennt. „Anhand der Federspitzen“ sagt er. „Die Hähne haben kürzere als die Hennen“. Ab und zu ist aber dann doch mal auch eine Henne darunter.  Der Stall ist eingestreut mit Stroh und Dinkelspelzen. Es gibt Beschäftigungsmaterial und Sitzstangen, die die Tiere, wenn sie größer sind, zum Schlafen nutzen.  Zu fressen bekommen die Küken anfangs ein spezielles Starterfutter, ab der 4. Woche dann ein Gemisch aus Getreide und Sonnenblumenkuchen.


Mit der neunten Woche erreichen die Hähne ihr Schlachtalter. Dann haben sie ein Lebendgewicht von knapp einem Kilo . Aufgrund der vielen Bewegung ist ihr Fleisch dichter strukturiert. Geschmacklich erinnert das Fleisch der Junghähne an früher und an das „Stubenküken“ – die traditionelle Form der Haltung auf Bauernhöfen. 


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